Putin Gazprom fordert Kredit für Ukraine

Russlands Präsident Putin hat die EU aufgefordert, der Ukraine bei der Bezahlung seiner Gasrechnungen an Gazprom zu unterstützen.
Wir erinnern uns sicher alle noch an das Fiasko vor fast einem Jahr, als Putin drohte, der Ukraine den Gashahn zuzudrehen. Die Ukraine wurde beschuldigt, sich illegal aus der Pipeline mit Gas, welches für Westeuropa bestimmt war, abzuzapfen.

Putin schlug nur vor, dass westliche “Kollegen” der Ukraine einen Kredit von einer Milliarde erteilen – ob es sich dabei um EURO oder Dollar handelt, wurde nicht erwähnt.
Vor diesem Gespräch hatte Putin wiederholt einen Stopp der Gaslieferungen in die Ukraine nicht ausgeschloßen.

Nun fragt sich der verunsicherte verbraucher mit Sicherheit: “Werden die Gaspreise teurer, wenn Gazprom den Hahn für die Pipeline, die über die Ukraine führt, abdreht ?

So ganz abwägig scheint dieser Gedankengang nicht zu sein, wenn man bedenkt, dass auch Deutschland ca. 35% seines Gases aus Russland von Gazprom bezieht.
Die beiden größten Gasversorger Deutschland – nämlich “Eon-Ruhrgas” und “Wingas” reagierten sich jedoch recht gelassen auf dieses Szenario und meinten: “Die Erdgas-Speicher sind gut gefüllt.
Vermutlich ist diese Aussage schon recht vertraulich, wenn man weiß, dass am Unternehmen “Wingas” der Gasriese “Gazprom” zur Hälfte beteiligt ist – und letztlich geht es nur um´s Verkaufen.

Eine ganz andere Entspannungsthese hörte man vom Gas-Verband BDEW. Dort wurde gesagt, dass wegen der Wirtschaftskrise sowieso weniger Erdgas als im vergangene Jahr benötigt werde.
Das klingt in meinen Ohren schon recht ironisch.

Lösung im Ukraine-Konflikt soll ja eigentlich die lange geplante bzw. auch schon im Bau befindliche Ostseepipeline liefern. Diese hat eine alternative Versorgungsroute nach Deutschland, ohne dabei von Transitländern beeinflußt zu werden.

Wie man als kleiner Verbraucher nun auf diese Spannung reagieren sollte, ist mir schleierhaft.
Vielleicht ist der einzig beste Tipp, sofern man sein Gas selbst bezieht, den Anbieter zu wechseln und einen Gasanbieter mit Festpreisgarantie zu wählen.
Näheres dazu in unserem Gasanbieter-Vergleichrechner:

Gas Vergleich

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